So funktioniert die duale Ausbildung
In Deutschland gibt es mehr als 300 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe. Die meisten werden dual ausgebildet: Den praktischen Teil lernst du in deinem Ausbildungsbetrieb, die Theorie an der Berufsschule – entweder an ein bis zwei Tagen pro Woche oder im Blockunterricht über mehrere Wochen.
Je nach Beruf dauert die Ausbildung zwei bis dreieinhalb Jahre; mit Abitur oder sehr guten Leistungen lässt sie sich oft verkürzen. Am Ende steht die Abschlussprüfung vor der zuständigen Kammer, etwa der Industrie- und Handelskammer (IHK) oder der Handwerkskammer (HWK). Der Abschluss ist bundesweit anerkannt.
Was verdienst du in der Ausbildung?
Als Azubi bekommst du jeden Monat eine Ausbildungsvergütung, die mit jedem Ausbildungsjahr steigt. Für Ausbildungen, die 2026 beginnen, liegt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung bei 724 € im ersten, 854 € im zweiten, 977 € im dritten und 1,014 € im vierten Ausbildungsjahr.
Tarifgebundene Betriebe zahlen nach Tarifvertrag – häufig deutlich mehr. Wie viel ein Betrieb konkret zahlt, steht oft direkt in der Stellenanzeige.
Wann und wie bewirbst du dich?
Die meisten Ausbildungen starten am 1. August oder 1. September. Größere Unternehmen besetzen ihre Plätze oft schon ein Jahr im Voraus – fang also am besten im Herbst des Vorjahres mit deinen Bewerbungen an. Kleinere Betriebe suchen häufig auch kurzfristig, teils bis kurz vor Ausbildungsbeginn.
Für die Bewerbung brauchst du in der Regel ein Anschreiben, einen Lebenslauf und deine letzten Zeugnisse; Praktikumsnachweise sind ein Plus. Auf StudyArea bewirbst du dich direkt beim Unternehmen – je nach Anzeige per E-Mail, über die Karriereseite des Betriebs, telefonisch oder per WhatsApp.
Tipps für deinen Ausbildungsstart
- Mach vorher ein Praktikum – so testest du den Beruf und hast direkt einen Kontakt im Betrieb.
- Bewirb dich bei mehreren Betrieben und behalte die Bewerbungsfristen im Blick.
- Schreib jedes Anschreiben passend zum Betrieb, statt dieselbe Bewerbung an alle zu schicken.
- Nutze die kostenlose Berufsberatung der Agentur für Arbeit, wenn du noch unsicher bist.